Idee & Geschichte

Die Idee

Die gHWV wurde 2003 gegründet, um für psychisch erkrankte Menschen

  • die Versorgung mit bezahlbarem Wohnraum zu verbessern,
  • eine konsequente Trennung von Wohnen und Hilfe zu ermöglichen,
  • ein Leben außerhalb von Heimen zu ermöglichen.

Die Geschichte und der Hintergrund

Menschen mit seelischen Behinderungen, die einen umfassenden Unterstützungsbedarf aufweisen, hatten/haben häufig keine andere Alternative, als sich in ein Heim zu begeben oder dort zu bleiben. Heime sind eine komplizierte Kopplung von Unterstützungsleistungen einerseits und zur Verfügung gestelltem Wohnraum andererseits. Diese Kopplung führt zwangsläufig zu einem Wohnraumverlust, sofern der Unterstützungsbedarf nicht mehr besteht.

Mittlerweile ist es möglich, die Unterstützung auch für einen umfassenden Hilfebedarf ambulant zu organisieren. Da also Heime durch diese Ambulantisierung zunehmend an Bedeutung verloren haben, vergrößerte sich für Menschen mit Behinderungen die Nachfrage nach Wohnraum, insbesondere nach Wohnungen für Einzelhaushalte.

Dieser gestiegenen Nachfrage stand/steht allerdings aufgrund wohnungsbaupolitischer Fehlentwicklungen in Hamburg bezahlbarer Wohnraum nicht ausreichend gegenüber. Um diesem Missstand zu begegnen und um selbst Wohnraum zu schaffen, gründete die Hamburgische Gesellschaft für soziale Psychiatrie e.V. (HGSP) im Jahr 2003 die gHWV als Wohnungsgesellschaft. Seit Anfang 2018 ist die gHWV ein Tochterunternehmen der Stiftung soziale Psychiatrie Hamburg (SPH), die von der HGSP Ende 2017 gegründet wurde.

Dieser Hintergrund hat in den letzten Jahren auch andere Unternehmen veranlasst, Wohnraum für diesen Personenkreis zu erstellen. Um hier schlagkräftiger zu werden, haben Ende 2010 mehr als 20 soziale Dienstleistungsunternehmen die Wohnungsgenossenschaft Schlüsselbund eG gegründet.

Mittlerweile gibt es spezielle Förderprogramme der Hamburgische Investitions- und Förderbank